Transkriptionsbeispiel
Transcription example
German Kurrent
Peter Schneider (*1839)
Quelle: Heiratsurkunde von 1862
Source: marriage license of 1862
Auszug / Excerpt


Transcription:
Nr. 17 – Gemeinde Hasselbach
Kreis Simmern
Regierungs-Bezirk Coblenz
Im Jahre tausendachthundertzweiundsechzig, den siebenundzwanzigsten des Monats Februar, vormittags neun Uhr, erschien vor mir
Philipp Schmidt,
Bürgermeister von Castellaun, Beamter des Personenstandes, der
Peter Schneider,
zweiundzwanzig Jahre alt, geboren zu Hasselbach, Regierungs-Bezirk Coblenz, Standes Ackerer, wohnhaft zu Hasselbach, Regierungs-Bezirk Coblenz, großjähriger Sohn des verlebtenPeter Schneider, zeitlebens Standes Ackerer, wohnhaft zu Hasselbach, Regierungs-Bezirk Coblenz, und der Maria Catharina Junker, Standes ohne Gewerbe, wohnhaft zu Hasselbach, Regierungs-Bezirk Coblenz, [undeciphered-1] persönlich anwesendund ist die Heirat ihres Sohnes einwilligend, und die
Maria Margaretha Berg
vierundzwanzig Jahre alt, geboren zu Voelkenroth, Regierungs-Bezirk Coblenz, Standes ohne [undeciphered-2] wohnhaft zu Voelkenroth, Regierungs-Bezirk Coblenz, großjährige Tochter des Michel Berg, Standes Ackerer, wohnhaft zu Voelkenroth, Regierungs-Bezirk Coblenz und der verlebtenCatharina Margaretha Weber, Standes zeitlebens ohne Gewerbe, wohnhaft zu Voelkenroth, Regierungs-Bezirk Coblenz, der Vater persönlich anwesend und ist die Heirat seiner Tochter einwilligend, Akt des Ablebens des Vaters des Hochzeiters sowie der Mutter der Braut ist durch Urkunden nachgewiesen.
Dieselben haben mich aufgefordert, die zwischen Ihnen verabredete Heirath gesetzlich abzuschließen. Da die vorgeschriebenen öffentlichen Ankündigungen dieser Heirath wirklich vor der Hauptthüre des Gemeindehauses zu Castellaun Statt gehabt haben, nämlich die erste am Sonntage des sechszehnten und die zweite am Sonntage des dreiundzwanzigsten des laufenden Monats Februar jedesmal um zehn Uhr vormittags.
Da die Urkunden dieser Ankündigungen gebührend öffentlich angeschlagen gewesen und kein Widerspruch gegen diese Verheirathung eingereicht worden ist, habe ich, um besagter Aufforderung zu willfahren, folgende Urkunden verlesen:
1) Geburtsakt des vorgenannten Hochzeiters, welcher am ersten März achtzehnhundert neununddreißig zu Hasselbach geboren ist.
2) Sterbeakt des vorgenannten Vatern Vaters des Hochzeiters, welcher am achtundzwanzigsten November achtzehnhundert siebenundvierzig zu Hasselbach gestorben ist.
3) Geburtsakt der vorgenannten Braut, welche am dreiundzwanzigsten August achtzehnhundert siebenunddreißig (Akt-N° 193) zu Völkenroth geboren ist.
4) Sterbeakt der vorgenannten Mutter der Braut, welche am sechszehntenMai achtzehnhundertsechzig (Akt-N° 90) zu Völkenroth gestorben ist.
5) Die oben erwähnten Eheverkündigungsurkunden [undeciphered-3] geht aus den hier deponierten Civilstand 18tes Blatt [undeciphered-4] register hervor,
und das sechste Kapitel des vom Ehestande handelnden Titels des bürgerlichen Gesetzbuches laut vorgelesen, sodann den vorgenannten Bräutigam und die vorgenannte Braut gefragt: ob sie einander ehelichen wollen. Da nun jeder von beiden insbesondere diese Frage bejahend beantwortet hat; so erklärte ich im Namen des Gesetzes daß
Peter Schneider
und
Maria Margaretha Berg
miteinander gesetzlich verheirathet sind.
Hierüber habe ich gegenwärtige Urkunde errichtet, in Gegenwart des Friedrich Knebel fünfunddreißig Jahre alt, Standes Fleischer, wohnhaft zu Castellaun, welcher ein Bekannterdes neuen Ehegatten, des AdamSchneider, sechzigJahre alt, Standes Ackerer, wohnhaft zu Hasselbach, welcher ein Oheim (= Onkel) der neuen Ehegatten, des AdamBerg, dreiunddreißig Jahre alt, Standes Ackerer, wohnhaft zu Voelkenroth, welcher ein Bruder des neuen Ehegattin ist, und des Adam Knebel, siebenundsechzig Jahre alt, Standes Wirth, wohnhaft zu Castellaun, welcher ein Bekannter der neuen Ehegatten zu sein erklärte; und haben die erschienenen Personen die Urkunde, nach Vorlesung und Genehmigung derselben, mit mir unterschrieben, mit Ausnahme der Mutter des neuen Ehegatten, welche erklärte des Schreibens unerfahren zu sein.
gez. Peter Schneider, Maria Margaretha Berg, Berg, Knebel, Schneider, Berg, Knebel, Schneider
